Stärker, schneller, weiter
Wir war bei der Vorstellung der upgedateten Skoda Enyag bei winterlichen Verhältnissen im Raum München dabei. Auf einer vielseitigen Panoramafahrt bis ins österreichische Zell am See zeigte uns Skoda, was die überarbeiteten Enyaq punkto Leistung, Traktion und Ladegeschwindigkeit nun draufhaben.
Von Michael Rebsamen
Schweizer Privatleute und Flottenmanager sind des Lobes über den Skoda Enyaq voll, dies zeigt sich auch in den Verkaufszahlen. 2023 war der Enyaq mit 5’159 immatrikulierten das am zweimeist verkaufte reine Elektroauto. Der erste rein elektrische Skoda wurde 2020 lanciert. Zeit für eine Überarbeitung zum noch Besseren, meinte da der tschechische Hersteller aus Mlada Boleslav.

Nun zeigt sich das sportlichste Enyaq-Modell auch beim Paradespurt von 0 auf 100 km/h mit ebensolchen Werten. Eine Sekunde schneller ist der RS nun und beschleunigt in 5,5 Sekunden zur Hunderter-Marke.
Der Topspeed wird vernünftig bei 180 km/h abgeriegelt. Die Version 85 gibt es heckgetrieben oder als Allradler 85x und 210 kW Leistung. An der Hinterachse ist ein permanent erregter Synchronmotor verbaut, der ein kraftvolles Drehmoment von 545 Newtonmeter generiert. Beim Modell 85x kommen weitere 134 Newtonmeter vom vorderen Elektromotor dazu.
Batterie und Laden
Die neuen WLTP-Reichweiten-Werte betragen für die Normalversion 560 Kilometer und in der Coupé-Version 570 Kilometer. Die 85-er und die RS-Version verfügen über eine 82 kWh grosse Hochvoltbatterie mit einer nutzbaren Kapazität von 77 kWh. Die Basis für die erweiterten Reichweiten und das optimierte Laden bildet eine neue Fahrzeug-Software mit zusätzlichen Funktionalitäten.
So kann die Batterie neu vorkonditioniert werden. Im Vorfeld eines Gleichstrom-Ladevorgangs wärmt das System die Batterie bei niedrigen Aussentemperaturen vor und optimiert so die Ladezeiten um bis zu 22 Prozent.

Design und Sondermodell
Aussen und Innen herrscht das neue Skoda CI und das aktualisierte Flow Design. Das bisher verwendete Zusatzkürzel iV für die elektrifizierten Skodas gilt neu nur noch bei den Hybridmodellen und fällt beim Enyaq und den folgenden Elektromodellen weg.

Gegen oben rundet das besonders üppig ausgestattete Modell Laurin&Klement die Enyaq-Palette ab. Ein Chromgrill mit dem LED-Crystal Face und viele in der Wagenfarbe gehaltene Karosserieteile wirken edel, wie auch das Lederinterieur und die beheiz- und belüftbaren sowie elektrisch verstellbaren Vordersitze mit Memory- und Massagefunktion.