Neues Kunstwerk in St. Moritz
Die Gemeinde St. Moritz und Serpentine freuen sich, eine neue grossformatige grafische Installation der amerikanischen Künstlerin Barbara «Bobbie» Stauffacher Solomon (geb. 1928, USA) am Ufer des St. Moritzersees enthüllen zu dürfen. Das Projekt wurde von St. Moritz Tourismus, Serpentine und Elena Foster in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Galerie VON BARTHA sowie der Thomas und Doris Ammann Stiftung realisiert. Die Installation mit dem Titel Welcome ist eines der ersten öffentlichen Kunstwerke in St. Moritz und wird bis April 2023 zu sehen sein.
Welcome, mit einer Höhe von fast 4 Metern und einer Breite von 29 Metern, befindet sich am Eingang der Alpenstadt, in der Nähe des Bahnhofs und Sees. Es ist ein Symbol für die Gastfreundschaft und die zukunftsorientierte Einstellung von St. Moritz. Die Installation verwendet das «BSS-Alphabet», eine durch Solomon selbst im Laufe der Jahre entworfene und entwickelte Schriftart. Die Gestaltung der Installation soll die Betrachter dazu anregen, jedem einzelnen Buchstaben Aufmerksamkeit zu schenken.

Diese «Supergrafik» ist weder Beschriftung noch Architektur, sondern eine Mischform, die eine erstaunliche räumliche Wirkung hat. Die ursprüngliche Idee für das Werk geht auf ein Projekt mit der Künstlerin zurück, das von Benedikt Wechsler, dem damaligen Schweizer Generalkonsul in San Francisco, initiiert wurde. In St. Moritz hat es nun seinen idealen Platz gefunden.
Die in San Francisco lebende, über neunzigjährige Solomon gehört zu einer Generation, die die Ästhetik des Schweizer Designs und der Schweizer Typografie in den USA populär gemacht hat. Solomons gefeierte Karriere war ursprünglich aus der Not geboren. Nachdem die Künstlerin früh zur Witwe und alleinerziehenden Mutter geworden war, wurde ihr angeboten, in der Schweiz Grafikdesign zu studieren, um ihre junge Familie ernähren zu können.

In Basel war sie in den 1950er-Jahren die erste Amerikanerin an der Kunstgewerbeschule, wo sie bei dem renommierten Designer Armin Hofmann studierte. Nach ihrer Rückkehr in die USA wurde Solomon für die Sea Ranch tätig, einen idealistischen Küstenort, der für seine zurückhaltende Architektur berühmt ist und durch das Logo und das farbenfrohe Design, welche die Künstlerin sich für ihn erdacht hat, einen festen Platz in den Herzen und Köpfen von Designern auf der ganzen Welt gewonnen hat. Auf der Sea Ranch schuf sie ihre «Supergrafiken» und wurde zu einer Schlüsselfigur der modernen Designbewegung der 1960er- und 1970er-Jahre.
Christian Jott Jenny, Gemeindepräsident von St. Moritz, erklärt: «Wir sind sehr stolz darauf, dass dieses Werk von Barbara Stauffacher Solomon den Ortseingang von St. Moritz schmückt. Das Wort WELCOME verkörpert unsere lokale Identität, und durch die zentrale Platzierung werden wir zu Recht jeden Tag daran erinnert. Uns beeindruckt die Rolle von Barbara Stauffacher Solomon als Botschafterin des Schweizer Kulturerbes in den USA und die bahnbrechende Philosophie ihrer Arbeit. Das Werk und die Künstlerin stehen für einen aufgeklärten, internationalen Austausch, der seit jeher ein prägender Teil unserer Geschichte als beliebtes Reiseziel in den Schweizer Alpen ist.»

Bettina Korek, CEO, und Hans Ulrich Obrist, künstlerischer Direktor Serpentine, ergänzen: «Barbara Stauffacher Solomon ist eine Inspiration, eine Legende und eine grossartige Mentorin für uns alle. Wir wissen ihr Engagement für dieses fantastische Projekt zu schätzen und sind unserer Vorsitzenden des Serpentine Council, Lady Elena Foster, für die Planung des Projekts dankbar. In dieses neue Werk sind die Forschungen der Künstlerin zur emotionalen Wirkung von Linien und Geometrie eingeflossen, und es stellt einen bemerkenswerten Beitrag für St. Moritz und die Region Engadin dar. Die Installation hier in St. Moritz präsentieren zu dürfen, ist eine Ehre und eine Inspirationsquelle für künftige Zusammenarbeit.»
(Bildcredit: St. Moritz)