Mit Musik Brücken bauen
Heute sind Katar und seine Hauptstadt Doha jedem bekannt. Vor sechzehn Jahren, war das noch anders. Kurt Meister ist trotzdem in Doha geblieben und hat eine wunderbare neue Heimat gefunden, weit weg von seiner Geburtsstadt München. Er erinnert sich: „Doha, das war ja noch wenig bekannt. Das war natürlich spannend.“ Von der Abenteuerlust gepackt wurde der Deutsche erst zum Geschäftsführer und dann 2010 zum Leiter des Qatar Philharmonic Orchestra.
Meisters erste und vermutlich wichtigste Aufgabe zu Beginn war es Musiker zu finden. 3200 Bewerber durften in sechs Ländern vorspielen. Das Meister gut gewählt hat, lässt sich noch heute durch eine Statistik belegen: 70 Prozent der Musiker von damals sind auch jetzt noch im Orchester. «Es ist wie eine große Familie, wir haben alle zusammen angefangen. Wir sind zusammen durch dick und dünn gegangen, und wenn es Probleme gab, hatten alle immer Verständnis.»

Im katarischen Philharmonie Orchester musizieren 24 Nationalitäten gemeinsam. Was besonders auffällt ist, dass 90 Prozent des Orchesters Deutschen sprechen. Neben einigen deutschen Staatsbürgern sind laut Meister gerade auch einige arabische Musiker der europäischen Sprache zugetan. «Darum bin ich froh, dass wir mit der Musik zeigen können, dass wir unser Bestes tun, um Katar als musikalische Botschafter zu repräsentieren. Das ist uns ganz wichtig.» Damit sich vielleicht in Zukunft mehr Menschen ein eigenes Bild von dem Land am Arabischen Golf machen.
Katar für Musikliebhaber
Für Kurt Meister ist Katar auf jeden Fall eine Reise wert: «Man wird immer herzlich begrüßt und man fühlt sich wirklich sehr wohl.» Neben der atemberaubenden Skyline, den Museen, den Souqs und vielem mehr hat es dem Deutschen vor allem eine Attraktion angetan: die katarische Metro. «Es ist wirklich erstaunlich wie reibungslos sie funktioniert.»

Für Musikfans ist das Opernhaus ein Muss. Das Gebäude unterscheidet sich nicht nur durch seine arabischen Design-Einflüsse von seinen europäischen Verwandten, sondern verfügt auch über luxuriöse Sitzgelegenheiten und laut Kurt Meister über eine gute Akustik. Darüber hinaus besticht Katar auch durch seine vielen tollen Open-Air-Locations. Besonders erwähnenswert sind für Kurt Meister der Oxygen Park und das Qatar National Convention Center. Und Katar-Reisende sollten auch das Amphitheater im Katara Cultural Village besuchen, vor allem wegen seiner atemberaubenden Lage: «Das ist eine tolle Kulisse, wenn man auf das Meer hinausschauen kann, ist das wirklich sehr beeindruckend.»

Konzert-Highlights in 2023
Auch die Bandbreite, die das Qatar Philharmonic Orchestra zu bieten hat, ist überwältigend. Von Klassikern über Disney bis hin zu den Liedern von Frank Sinatra ist für jeden Geschmack etwas dabei. Für 2023 hat sich das Orchester einiges vorgenommen: Es wird ein Sonderkonzert anlässlich der Krönung von King Charles geben und ein weiteres Konzert, bei dem das Orchester selbst im Mittelpunkt steht, da es in diesem Jahr 15 Jahre alt wird. Ein weiteres Highlight: Electro Maqam, eine Mischung aus arabischer und elektronischer Musik, die man am 16. März in der Nationalbibliothek von Katar genießen kann.

Wer eine kulturreiche Reise nach Katar plant, sollte einen Konzertbesuch des Qatar Philharmonic Orchestra auf seinen Reiseplan setzen. Den Konzertplan finden Sie hier: https://qatarphilharmonicorchestra.org/concerts/. Weitere spannende Sehenswürdig- keiten für Kulturliebhaber finden Sie hier: https://visitqatar.com/intl-en/plan-your-trip/itineraries-and-tours/cultural-itinerary.
Interviewmöglichkeit mit Kurt Meister
Gern vermitteln wir auch individuelle Gespräche mit Kurt Meister, um ihn zu seiner Karriere, der Liebe zur Musik oder auch seiner Zeit in Katar ganz persönlich für Ihre Berichterstattung befragen zu können. Bitte kontaktieren Sie uns für diesen Zweck unter den unten aufgeführten Kontaktoptionen.
