Ein ganz grosser Wurf
Der Hyundai IONIQ 9 ist ein grosser Schritt für Hyundai. Das ausgereifte Elektro-SUV öffnet Hyundai den Aufstieg in eine neue Klasse und ist strategisch wichtig für die Produkteoffensive bis 2030. Wir durften den Luxury-Hyundai bei der Premiere in der Schweiz testen.
Fotos: Antje-Katrin Schaniel, Text: Matej Mikusik
Es ist schon beeindruckend, was für ein perfektes SUV mit Limousinen-Charakter Hyundai mit dem IONIQ 9 hingestellt hat. Ein grosser Wurf. Ein grosser elektrischer Wurf. Es ist auch ein Automobil, mit dem sich Hyundai in eine neue Klasse katapultiert – in die Luxury Class. Nicht nur beim Komfort, beim Raumgefühl, sondern auch bei der Technologie, bei der KI-Implementierung. Dieses Fahrzeug ist denn auch eines unserer Test-Highlights im Jahr 2025.

Wir durften im Rahmen der Schweizer Premiere den IONIQ 9 ausgiebig fahren und – man muss auch sagen – probesitzen. Weil: den Komfort wie im IONIQ 9 bieten zurzeit nur Oberklasse-Luxus-SUVs.
Es fängt beim clean-eleganten Aussendesign an und zieht sich durch das hochwertige Innere. Hyundai nennt das «Aerosthetic»-Design. Das betrifft aber nicht nur die Form, sondern auch den Inhalt, die Technologie.

Kurz ein paar Punkte, um das zu verdeutlichen:
- Der IONIQ 9 kommt dank des niedrigen Luftwiderstands (cw 0,26), seiner Plattform- und Batterietechnologie bis zu 620 Kilometern weit.
- Die Sitze in der zweiten Reihe sind drehbar. Man kann sich also gegenübersitzen.
- Die Hochvolt-Lithium-Ionen-Batterie bietet eine Kapazität von 110,3 kWh.
- Das Performance-Modell beschleunigt in nur 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
- Die um 190mm verschiebbare Mittelkonsole in der ersten Reihe lässt sich von den Passagieren in der ersten und zweiten Sitzreihe in beide Richtungen öffnen.
- Der IONIQ 9 bietet 1’899 mm Kopffreiheit und in Summe 2’050 mm Beinfreiheit.

Losgerollt im «ultimativen» und sehr sympathischen Elektro-SUV fällt sofort das angenehme Handling auf. Man markt die Länge von 5,06 Metern nicht. Der Fahrkomfort und die Abstimmung der verschiedenen Fahrmodi erinnern an die Luxusklasse. Wenn dann die Gäste im Fonds noch aus den Einzelsitzen voll ausfahrbare Komfortsitze machen, dann ist das wie in der Businessclass. Aber keine Angst, auch der Fahrer sitz hat es mit der Massagefunktion in sich. Im IONIQ 9 muss keiner traurig sein. Unser Testmodell war dabei die voll ausgestattete Top-Version Performance mit Allradantrieb (160-kW-Motoren jeweils vorne und hinten). Das macht ein flottes Vorankommen möglich – auch im Sport-Modus, sofern gewünscht.

VIER FACTS ZUM IONIQ 9
Sehr intelligent: Das Smart Regenerative System 3.0 führt die navigationsbasierte Steuerung ein. Das System rechnet Kreisverkehr, kurvige Strassen, Abbiegungen und Geschwindigkeits-Begrenzungen mit ein. Die Bremsleistung wird dabei automatisch angepasst, um die Energie-Rückgewinnung zu optimieren und die Sicherheit zu verbessern.
Sehr praktisch: Der IONIQ 9 bietet schnellladende 100W-USB-C-Anschlüsse für die Passagiere in der ersten, zweiten und dritten Reihe.

Sehr schnell: Der IONIQ 9 lädt an einem Schnellader in nur 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent.
Sehr stark: Mit einer max. Anhängelast von 2500 kg glänzt der IONIQ 9 unter den Stromern.

ALLES SEHR SICHER. Die Assistenten arbeiten im neuen Edel-SUV von Hyundai auf Top-Niveau. Es sind alle erdenklichen Helferlein im Auto verbaut – eine Kollision im Alltagsrangieren ist nahezu unmöglich, weil der Notbrems-Assistent vorne, seitlich und hinten perfekt mitdenkt – und auch ein verstecktes Parkbänklein oder einen Hydranten erkennt. Sollte es mal hart auf hart kommen, dann gibt es wohl nur wenige Fahrzeuge, die sicherer sind als der IONIQ 9.

Die verstärkte Karosseriestruktur des IONIQ 9 sorgt für eine hohe Batteriesicherheit, indem sie die Kollisionsenergie effektiv verteilt. Der serienmässige Einsatz von Gurtstraffern und Lastbegrenzern verbessert den Schutz der Insassen in der dritten Reihe im Falle eines Aufpralls, verhindert Kopfkollisionen mit den Sitzen der zweiten Reihe und reduziert Nackenverletzungen. Für umfassende Sicherheit im ganzen Fahrzeug sorgen zudem 10 Airbags.
Was will man mehr? Vielleicht noch der Preis: Unser Testwagen in der Ausführung Calligraphy mit 428 PS beläuft sich auf 89 900 Franken. Das Einstiegsmodell Amplia mit Hinterradantrieb (218 PS) gibt es ab 76 900 Franken.

Powered by Astara – The Open Mobility Company
Astara ist der offizielle Importeur für Hyundai in der Schweiz und versteht sich als innovatives Mobilitätsunternehmen, das den Menschen in den Vordergrund stellt und sich der Nachhaltigkeit verpflichtet. Mit einem Umsatz von über 5,2 Mrd. Euro im Jahr 2023 setzt Astara auf ein modernes Mobilitäts-Ökosystem auf der Astara-Plattform mit einem intelligenten Datenmanagement – vom Kauf des Fahrzeugs über Abos bis zum Carsharing ist alles möglich. Zurzeit ist Astara in 19 Ländern in Europa, Lateinamerika und Südostasien mit 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 50 Nationen präsent.

Alle Bilder Copyright: Antje-Katrin Schaniel