Diese 4 Typen sitzen in jedem Meeting – und manchmal in einem selbst
Meetings: manchmal produktiv, manchmal völlig überflüssig. Aber eines ist sicher – jedes Meeting bringt eine bunte Mischung bekannter Persönlichkeiten zusammen. Der Schweizer Recruiting-Spezialist Robert Walters stellt vier typische Meeting-Persönlichkeiten vor, die Ihnen bestimmt bekannt vorkommen. Also, welcher Typ sind Sie? Und wie gehen Sie am besten mit den anderen um?
1. Der Dominator – «Lassen Sie uns das jetzt ein für alle Mal klären.»
Dieser Typ übernimmt gerne das Kommando. Er spricht mit Autorität, trifft Entscheidungen und sorgt dafür, dass die Agenda vorankommt. Dominatoren sind entscheidungsfreudig und zielorientiert – genau das, was viele Meetings brauchen, um nicht in endlosen Diskussionen zu versinken. Aber: Zuhören ist nicht ihre Stärke. Sie unterbrechen oft, beanspruchen viel Redezeit und neigen dazu, andere Meinungen abzuwerten. Das kann das Team ausbremsen.
Geben Sie ihnen eine klare Rolle, zum Beispiel als Moderator oder Sitzungsleiter. So wird ihr Führungsdrang zur Stärke für alle statt zur Belastung.
2. Der Denker – Stille… dann Brillanz – nach dem Meeting.
Still, aufmerksam und reflektiert, der Denker analysiert alles gründlich, bevor er sich äussert. Seine Beiträge sind meist präzise und wertvoll, kommen aber oft zu spät. Da Denker Zeit und Vorbereitung schätzen, ist es hilfreich, die Tagesordnung im Voraus zu teilen und ihnen gezielte Fragen zu stellen. So stellen Sie sicher, dass ihre Gedanken nicht in einer späteren E-Mail verloren gehen.
Schaffen Sie im Meeting Raum für ruhige Reflexionen. Denker blühen in durchdachten, gut strukturierten Diskussionen auf.
3. Der Netzwerker – «Bevor wir anfangen… Wie war euer Wochenende?»
Der Netzwerker bringt Leichtigkeit, Menschlichkeit und gute Stimmung ins Meeting. Er sorgt für eine entspannte Atmosphäre und stärkt mit seiner Energie das Teamgefühl. Doch zu viel Smalltalk kann vom Thema ablenken, besonders bei engen Zeitplänen. Netzwerker verlieren leicht den Faden und meiden oft inhaltlich schwere Themen.
Planen Sie am Anfang der Sitzung bewusst ein paar Minuten für lockeren Austausch ein. Ist der soziale Akku erst aufgeladen, lässt sich der Netzwerker leichter zur Agenda zurückführen.
4. Der Kritiker – «Haben wir das nicht schon 2018 versucht?»
Vorsichtig, analytisch und oft skeptisch, der Kritiker hinterfragt neue Ideen gründlich und erinnert an frühere Fehlschläge. Seine Rolle: Risiken aufdecken, bevor der Rest der Gruppe zu euphorisch wird. Doch Kritik zur falschen Zeit kann dem Team den Wind aus den Segeln nehmen. Der Kritiker bleibt gern bei Problemen hängen, was Entscheidungen verzögern kann.
Bitten Sie ihn nicht nur um Kritik, sondern auch um Lösungen. Wird seine Sorgfalt ernst genommen, wird aus dem Bremsklotz ein wertvoller Sparringspartner.

Unterschiedliche Typen, effektivere Meetings. Jede und jeder bringt eigene Stärken und Eigenheiten mit ins Meeting. Wenn Sie diese vier Typen bei sich und anderen erkennen, wird aus blossem Frust eine fruchtvolle Zusammenarbeit, und das Meeting tatsächlich sinnvoll. Denn gute Meetings leben nicht von einer Persönlichkeit allein, sondern vom Zusammenspiel aller.