Das grüne Gold Europas: Warum Walnüsse das nächste grosse Agrar-Investment sind
Während die Finanzmärkte schwanken, setzt das Gründerteam von Walnut Planet auf einen langlebigen Sachwert mit System. Europa importiert aktuell 80 Prozent seines Walnussbedarfs: eine strukturelle Marktlücke, die das Unternehmen mit modernster Agrartechnologie und jahrzehntelanger Familientradition schliessen will. Ufuk Alpaslan von Walnut Planet über die Rendite von Jahrzehnten, die Überlegenheit der Chandler-Nuss und die Vision, bis 2030 zum europäischen Marktführer aufzusteigen.
The Business Class Magazin
Wie sind Sie darauf aufmerksam geworden, dass Walnussplantagen ein attraktives Marktpotenzial haben?
Die Idee entstand nicht nur aus einer Marktanalyse, sondern auch aus unserer eigenen Geschichte als Gründerteam. Mein Mitgründer Mladjan und ich stammen aus Familien, in denen Landwirtschaft seit Generationen eine wichtige Rolle spielt. In unseren Familien wurden über Jahrzehnte verschiedene Kulturen angebaut, von Haselnüssen über Walnüsse bis hin zu Oliven oder Pistazien. Die Nähe zur Landwirtschaft hat unseren Blick geprägt. Als wir uns später gemeinsam mit unserem dritten Mitgründer Robert unternehmerisch mit Agrarinvestments beschäftigt haben, fiel uns schnell auf, dass Walnüsse eine besonders interessante Kombination bieten aus weltweit steigender Nachfrage, sehr langlebigen Bäumen und gleichzeitiger struktureller Unterversorgung in Europa. Als wir dann gesehen haben, dass Europa rund 80 Prozent seines Walnussbedarfs importieren muss, wurde uns klar, dass hier nicht nur ein Investmentthema liegt, sondern auch eine echte wirtschaftliche Chance, eine lokale Produktion aufzubauen.

Europa importiert 80 Prozent seines Walnussbedarfs. Warum wurde das lokale Marktpotenzial so lange unterschätzt, und wie schliesst Walnut Planet diese Lücke konkret
Walnussplantagen sind ein langfristiges Projekt. Zwischen Pflanzung und voller Produktion können einige Jahre liegen. Viele Investoren und landwirtschaftliche Betriebe scheuen diese Zeitspanne, weil kurzfristigere Geschäftsmodelle oft attraktiver erscheinen. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Walnüssen über Jahrzehnte hinweg stetig gestiegen. Dadurch entstand eine strukturelle Lücke. Unser Ansatz ist es, moderne Plantagen aufzubauen, professionell zu bewirtschaften und die Produktion langfristig zu skalieren. Damit wollen wir einen Teil der europäischen Importabhängigkeit reduzieren.
Ihr Ziel ist es, bis 2030 der grösste Produzent von Chandler-Walnüssen in Europa zu werden. Welche strategischen Meilensteine müssen Sie in den kommenden drei Jahren erreichen?
Die nächsten Jahre sind entscheidend für unsere Skalierung. Wir konzentrieren uns auf folgende drei Kernbereiche: den Ausbau unserer Plantagenflächen, die Entwicklung eigener Infrastruktur für Ernte und Verarbeitung sowie den Aufbau einer starken Investorenbasis, die dieses Wachstum langfristig begleitet. Landwirtschaft funktioniert anders als viele Tech-Startups. Wachstum entsteht nicht über Nacht, sondern über konsequent aufgebaute Produktionsstrukturen.
Was macht die Chandler-Walnuss für den anspruchsvollen Endkonsumenten so viel wertvoller als herkömmliche Sorten?
Die Chandler-Walnuss gilt weltweit als Premiumsorte. Sie hat eine besonders helle Farbe, einen milden Geschmack und einen hohen Anteil an ganzen Walnusshälften. Das klingt nach einem Detail, ist aber für den Lebensmittelhandel entscheidend. Genau deshalb hat sich Chandler international als Standard im professionellen Walnussanbau etabliert.
«Unser Ziel ist es, zu zeigen, dass moderne Landwirtschaft und langfristige Investments sehr gut zusammenpassen.»
Ufuk Alpaslan, Co-Founder von Walnut Planet.
Sie kombinieren jahrzehntelange Familientradition mit modernster Agrartechnologie. Wie sieht diese Symbiose im Alltag auf den Plantagen aus?
Unsere Teams bringen viel Erfahrung mit aus traditioneller Landwirtschaft. Gleichzeitig setzen wir stark auf moderne Technologien. Dazu gehören präzise Bewässerungssysteme, digitale Überwachung von Boden- und Klimadaten sowie moderne Erntetechnik. Die Zukunft der Landwirtschaft liegt genau in dieser Kombination: praktische Erfahrung aus der Landwirtschaft und datenbasierte Entscheidungen.
Warum ist ein Walnussbaum als Geldanlage krisensicherer als eine Aktie?
Ein Walnussbaum ist ein produktiver Vermögenswert. Er wächst jedes Jahr weiter und kann über Jahrzehnte Erträge liefern. Während Finanzmärkte kurzfristig stark schwanken können, basiert eine Plantage auf einem physischen Gut mit stabiler Nachfrage. Natürlich bleibt Landwirtschaft ein unternehmerisches Geschäft mit Risiken, aber sie ist deutlich weniger von täglichen Marktbewegungen abhängig als viele Finanzanlagen.

Landwirtschaft ist immer auch von der Natur abhängig. Wie schützen Sie Ihre Anleger vor kleinen bis grösseren Naturkatastrophen?
Risikomanagement ist ein zentraler Bestandteil unseres Modells. Dazu gehören Versicherungen, professionelle Bewirtschaftung und eine geografische Diversifikation unserer Plantagen. Ausserdem sind Walnussbäume langfristige Kulturen. Einzelne schwächere Erntejahre lassen sich über längere Zeiträume hinweg ausgleichen.
Eine Plantage ist kein Sparbuch, das man morgen kündigt. Wie hilft Ihr Marktplatz den Anleger:innen, trotzdem flexibel zu bleiben?
Wir entwickeln einen Marktplatz, über den Investoren ihre Beteiligungen weiterverkaufen können. Dadurch entsteht ein sekundärer Markt für bestehende Plantagenanteile. Das schafft zusätzliche Flexibilität für Anleger, ohne die langfristige Struktur der Plantagen zu verändern.
Walnut Planet orientiert sich an den Sustainable Development Goals der UN. Ist ökologische Verantwortung heute ein notwendiges «Must-have» für den geschäftlichen Erfolg oder eine persönliche Herzensangelegenheit?
Ich glaube, es ist beides. Nachhaltigkeit ist heute wirtschaftlich relevant, weil Konsumenten und Investoren zunehmend darauf achten, wie Produkte entstehen. Gleichzeitig ist sie für uns auch eine persönliche Überzeugung. Arbeitet man mit Bäumen, so denkt man automatisch in Jahrzehnten und nicht in Quartalen.

Ein Investment bei Ihnen ist mehr als nur eine Zahl im Depot. Wie emotional ist das Feedback Ihrer Investoren?
Viele Investoren sagen uns, dass sie zum ersten Mal eine Anlage besitzen, die sie tatsächlich wachsen sehen können. Sie sehen Bilder der Plantagen, verfolgen das Wachstum der Bäume und erleben, wie ihre Investition real entsteht. Diese Verbindung zur realen Wirtschaft macht für viele den Unterschied.
Wenn Sie 20 Jahre in die Zukunft blicken: Welchen Fussabdruck soll Walnut Planet hinterlassen haben?
Unser Ziel ist es, zu zeigen, dass moderne Landwirtschaft und langfristige Investments sehr gut zusammenpassen. Wenn Walnut Planet in zwanzig Jahren als einer der führenden Walnussproduzenten Europas gilt und gleichzeitig ein stabiles Agrarinvestment aufgebaut hat, das echten Mehrwert für Investoren schafft, dann haben wir unser Ziel erreicht.
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