Coravin erklärt: Wie Greg Lambrecht den Weingenuss revolutioniert
Coravin im Test in Zürich — vom Wine Preservation System bis zum Champagner-Tasting. Oder: Was passiert, wenn ein Medizintechniker beginnt, jahrhundertealte Weinrituale neu zu hinterfragen? Genau diese Frage stand im Zentrum eines exklusiven Coravin-Events im Restaurant Wunderbrunnen in Opfikon, bei dem auch DONNA Senza und BusinessClassMagazin.ch vor Ort waren.
Von Antje-Katrin Schaniel – Text und Bilder
Gastgeber des Vormittags war Greg Lambrecht — Gründer, Erfinder und die Person hinter einem der wohl spannendsten Wine Preservation Systeme der modernen Weinwelt.
But first things first: Was ist Coravin und wie funktioniert das Wein-System?

Coravin hat in den vergangenen Jahren die Art verändert, wie Wein konsumiert, serviert und gelagert wird. Das Prinzip dahinter wirkt zunächst fast paradox: Wein ausschenken, ohne die Flasche wirklich zu öffnen.
Möglich wird dies durch ein spezielles System mit einer feinen Nadel und Argon-Gas. Die Nadel durchdringt den Naturkorken, der Wein wird ausgeschenkt und anschliessend schützt das Gas den verbleibenden Inhalt vor Oxidation. Der Kork verschliesst sich danach wieder nahezu selbstständig.

Das Resultat: Hochwertige Rotweine, Weissweine oder seltene Jahrgänge können glasweise degustiert werden, ohne dass die gesamte Flasche innerhalb weniger Tage konsumiert werden muss.
Coravin gilt heute weltweit als eines der bekanntesten Systeme, um Wein länger haltbar zu machen und geöffnete Flaschen präzise zu konservieren — insbesondere im Fine-Dining-, Luxus- und Sommellerie-Bereich.

Vom «Wine Mosquito» zu Coravin
Besonders spannend war dabei die Geschichte hinter der Marke selbst. Greg Lambrecht erzählte offen, dass Coravin ursprünglich einen völlig anderen Namen tragen sollte: «Wine Mosquito». Eine Idee seines damals dreijährigen Sohnes — inspiriert von der feinen Nadel, die ähnlich wie ein Moskito in den Kork eindringt, ohne die Flasche tatsächlich zu öffnen.
Der heutige Name «Coravin» entstand erst später und trägt deutlich mehr Tiefe in sich. «Cor» leitet sich vom lateinischen Wort für Herz ab, «Vin» steht für Wein. Ein Name, der sinnbildlich dafür steht, dem Herzen des Weins näherzukommen.

Gerade Greg Lambrechts persönliche Geschichte machte den Vormittag in Opfikon so spannend. Bevor Coravin überhaupt auf den Markt kam, arbeitete Lambrecht jahrelang an medizinischen Technologien und entwickelte hochpräzise Nadelsysteme für Anwendungen im Bereich Herz- und Gefässmedizin. Genau dieses technische Know-how bildete später die Grundlage für Coravin.
Greg Lambrecht über Widerstände in der Weinwelt
Fast noch interessanter waren jedoch seine Geschichten aus den Anfangsjahren. Lambrecht erzählte mit viel Humor, wie er in Frankreich mehrfach aus Restaurants eskortiert wurde, als er begann, sein damaliges «Wine Mosquito»-System Sommeliers und Gastronomen vorzustellen.

Die Vorstellung, einen Naturkorken mit einer Nadel zu durchstechen, galt damals in Teilen der französischen Weinkultur beinahe als pietätlos. Heute wirkt genau diese Geschichte fast ironisch — denn Coravin hat die internationale Weinwelt längst nachhaltig verändert.
Und genau das machte dieses Event so besonders: Es fühlte sich nicht wie eine klassische Marketing-Präsentation an, sondern vielmehr wie ein persönlicher Einblick in die Gedankenwelt eines Erfinders, der seine Leidenschaft für Wein in ein Produkt übersetzt hat.

Coravin im Test: Champagner vor einem Monat geöffnet
Diese Leidenschaft war während des gesamten Vormittags spürbar — besonders auch beim Tasting im Restaurant Wunderbrunnen, das mit seiner renommierten Weinkarte und seiner tiefen Weinkompetenz den perfekten Rahmen für das Event bot.

Besonders eindrücklich war ein Champagner-Tasting, bei dem ein bereits seit rund einem Monat geöffneter Champagner serviert wurde, der mit dem Coravin Sparkling System konserviert wurde — und dennoch erstaunlich frisch wirkte.
Zusätzlich wurden mehrere Rotweine in einem Blind-Tasting serviert. Eine Flasche war klassisch geöffnet worden, zwei weitere wurden mit Coravin konserviert. Die Aufgabe bestand darin, herauszufinden, welche Weine mit dem Coravin-System geschützt wurden — und genau dort zeigte sich eindrücklich, wie subtil die Unterschiede teilweise ausfielen.

Gerade im Fine-Dining- und Luxusbereich eröffnet dies völlig neue Möglichkeiten. Hochwertige Weine oder seltene Jahrgänge müssen nicht mehr innerhalb weniger Tage konsumiert werden, sondern können über längere Zeit präzise serviert und degustiert werden.
Warum Coravin für Spitzengastronomie immer relevanter wird
Auch optisch hat sich Coravin stark weiterentwickelt. Die Systeme wirken heute deutlich eleganter, hochwertiger und designorientierter als noch vor einigen Jahren. Ergänzt wird das Sortiment mittlerweile durch moderne Wine Preservation Systeme, spezielle Verschlüsse sowie Lösungen für Schaumweine — ein Bereich, der insbesondere für Champagner-Häuser und die Spitzengastronomie zunehmend relevant wird.

Dass das Event im Restaurant Wunderbrunnen stattfand, verlieh dem Ganzen zusätzlich Glaubwürdigkeit. Der Wunderbrunnen gilt seit Jahren als Adresse mit aussergewöhnlicher Weinkompetenz und einer beeindruckenden Auswahl an Weinen. Genau dieser Rahmen passte perfekt zur Philosophie von Coravin: bewusster Genuss statt schneller Konsum.
Der Vormittag in Opfikon zeigte deshalb vor allem eines: Coravin verkauft längst nicht mehr nur ein Produkt. Coravin verkauft eine neue Denkweise darüber, wie wir Wein erleben, teilen und bewusst geniessen.
Und genau diese Gedankenwelt konnten DONNA Senza und BusinessClassMagazin.ch im Anschluss an den Event noch vertiefen: In einem exklusiven Interview sprach Greg Lambrecht offen über Innovation, Widerstände, Genusskultur und die Zukunft von Coravin.
-> Das vollständige Exklusiv-Interview erscheint in Kürze auf BusinessClassMagazin.ch sowie in DONNA Senza.
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About Senza
Antje-Katrin Schaniel ist eine Schweizer Autorin, Fotografin und Content Creatorin und Social Storytellerin aus Zürich; ursprünglich aus Graubünden. Unter dem Namen @senzcamedi teilt sie auf Instagram seit 2018 Inhalte rund um Luxury Travel, gehobene Gastronomie, Fashion, Beauty, Drives und Lifestyle. Ihr Fokus liegt darauf, besondere Orte, Kulinarik und Erlebnisse visuell hochwertig und atmosphärisch einzufangen. Senza positioniert sich im Premium-Segment von Instagram – mit einem editorialen, fast magazinartigen Ansatz. Ihre Inhalte wirken kuratiert, ruhig und hochwertig, was sie von klassischen, stärker werblichen Profilen stark unterscheidet.

Senzas Stil folgt dem Prinzip «Luxury isn’t loud» – sie inszeniert Luxus subtil, emotional und über Atmosphäre statt über reine Statussymbole. Die ausgebildete Lokführerin versteht sich nicht als Influencerin, sondern als Geschichtenerzählerin, die Reisen, Orte und Erlebnisse in narrative Bilderwelten übersetzt. Neben High-End-Erlebnissen zeigt sie bewusst auch Natur, Tiere und ruhige Momente – ein Spannungsfeld zwischen Eleganz und Erdung.
Mit «SENZA» – und bald dem Magazin «DONNA Senza» baut die Chefredaktorin eine klare Markenidentität auf, die für ein Gefühl von Stil, Ruhe und bewusstem Genuss steht – weniger Konsum, mehr Erlebnis. Ihre Meinung vertritt sie pointiert – und stets mit klarer Haltung.
Alle Bilder Copyright: Antje-Katrin Schaniel x @senzacamedi
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