CFOs schnallen den Gürtel enger
Eine überwältigende Mehrheit von CFOs in Grossbritannien erwartet, dass sich die globale Wirtschaft in den nächsten 12 Monaten verändern wird – dies zeigt die jüngste Studie1 von IWG, dem weltweit grössten Anbieter von flexiblen Arbeitsplätzen. Um sich darauf vor- zubereiten, haben sie begonnen, Kosten zu senken.
Die Studie mit 250 britischen CFOs ergab, dass 91 % glauben, dass eine Wirtschaftskrise unvermeidlich ist. Infolgedessen haben fast alle (97 %) mit der Umsetzung von Kostensenkungsmassnahmen begonnen beziehungsweise planen diese. Das Senken von Ausgaben für die Infrastruktur ist ein wichtiges Unternehmensziel, wobei zwei Drittel (65 %) der CFOs eine Senkung von mehr als 10 % pro Jahr anstreben.
Hybrides Arbeiten wird als eine wichtige Möglichkeit zur Erreichung von Einsparungszielen angesehen. Dabei sagen 82 % der CFOs, dass dies ein erschwinglicheres Geschäftsmodell ist, da die Nachfrage nach Büroflächen weiterhin hoch ist. Die neuesten Belegungsdaten von IWG zeigen, dass die Büronutzung in Grossbritannien im Jahr 2022 um ein Drittel (33 %) gestiegen ist, da Unternehmen wie Goldman Sachs und HSBC ihre Mitarbeitenden bitten, zumindest für ein paar Tage pro Woche ins Büro zurückzukehren.
Die befragten CFOs bestätigen diesen Trend: Die Hälfte (50 %) der Unternehmen gab an, dass sie sich für kurzfristige Mietverträge oder gemeinsam genutzte Arbeitsräume entschieden haben, die ihnen die Flexibilität geben, je nach Budget schnell auf- oder abzustocken, ohne sich an lange Verträge zu binden.
Untersuchungen3 zeigen weiter, dass Unternehmen durch hybrides Arbeiten im Durchschnitt mehr als CHF 9’000 pro Mitarbeitende einsparen können. Dies erklärt, warum zwei Fünftel (39 %) der CFOs einen Wechsel zu ausschliesslich gemeinsam genutzten Räumen in Betracht ziehen.
Aber es sind nicht nur die finanziellen Einsparungen, die die Veränderungen vorantreiben. Mehr als die Hälfte (53 %) ist der Meinung, dass ihre Mitarbeitenden ein hybrides Arbeitsmodell bevorzugen, und 87 % sind der Meinung, dass es für die Mitarbeitenden in einer Zeit steigender Lebenshaltungskosten erschwinglicher ist. Die Daten4 zeigen, dass Arbeitnehmende in
Grossbritannien durch hybrides Arbeiten bis zu CHF 370 pro Monat für Bahnfahrten und bis zu CHF 155 pro Monat, wenn sie mit dem Auto pendeln, einsparen können.
Mehr als zwei Fünftel (44 %) der CFOs führen betriebsbedingte Kündigungen durch, während andere eine Überprüfung der aktuellen Gehaltsstufen (28 %) und eine Verringerung der Zahl der Beförderungen (27 %) in Erwägung ziehen. Die CFOs schränken auch die Einstellung neuer Mitarbeitenden ein, wobei mehr als ein Drittel (36 %) die Zahl der Neueinstellungen reduziert und eine ähnliche Zahl (33 %) die Einstellung neuer Mitarbeitenden verzögert.
IWG hat sich verpflichtet, weltweit in diesem Jahr 1’000 neue Büroräumlichkeiten zu eröffnen, um die steigende Nachfrage nach hybriden Arbeitsformen zu befriedigen – das betrifft auch die Schweiz. Patrizia Statelli, CEO von IWG Schweiz, erklärt: «In der Schweiz verfügen wir heute mit über 50 Standorten über das grösste Netzwerk an flexiblen Arbeitsplätzen. Wir werden weiter in die Vorstädte expandieren, um flexible Arbeitsplätze in jede Stadt zu bringen. Hybrides Arbeiten hilft Unternehmen, wettbewerbsfähig und widerstandsfähig zu bleiben, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Angesichts des zunehmenden wirtschaftlichen Drucks zeigt unsere jüngste Studie, dass CFOs und Führungskräfte aus vielen Gründen auf hybrides Arbeiten setzen. Es fördert nicht nur die Work-Life-Balance und das Wohlbefinden ihrer Teams, sondern bringt auch einen deutlichen Gewinn für das Unternehmen.»