Bayern will nicht mehr nur schön sein — sondern fühlbar
Bayern verändert seine touristische Sprache. Weg von klassischen Postkartenmotiven, hin zu Emotionen, Gemeinschaft und kulturellem Lebensgefühl. Genau diese neue Ausrichtung präsentierte Bayern Tourismus Marketing am 7. Mai 2026 im «Living Room» des Westhive Zürich vor geladenen Schweizer Medienschaffenden — darunter auch DONNA Senza und BusinessClassMagazin.ch.
Text und Bilder von Antje-Katrin Schaniel
Schon beim Betreten des Events wurde klar, dass dieser Abend bewusst anders gedacht war. Keine nüchterne Tourismus-Präsentation, sondern ein atmosphärischer Networking-Abend mit fränkischen Weinen, bayerisch inspirierter Kulinarik, lockeren Gesprächen und vor allem viel Musik. Bayern möchte künftig nicht mehr nur besucht, sondern emotional erlebt werden.

Auch kulinarisch setzte Bayern an diesem Abend bewusst Akzente. Besonders die fränkischen Weine aus Sommerdorf wurden zu einem zentralen Bestandteil des Konzepts. Statt auf schwere Inszenierung oder klassische Bierfest-Romantik zu setzen, präsentierte sich Bayern überraschend fein, modern und genussorientiert.

Gerade Franken entwickelt sich seit Jahren zu einer der spannendsten Weinregionen Deutschlands — mit charakterstarken Silvanern, eleganten Rieslingen und einer jungen Generation von Winzern, die Tradition neu interpretieren. Die ausgewählten Weine spiegelten deshalb perfekt wider, was auch die neue Kampagne transportieren möchte: Authentizität, Herkunft und Selbstbewusstsein ohne künstliche Inszenierung.

Zwischen den Gesprächen, den feinen mineralischen Weinen und der Live-Musik entstand beinahe das Gefühl eines modernen Kulturfestivals statt eines klassischen Tourismus-Events. Genau diese emotionale Leichtigkeit scheint Bayern künftig stärker in den Mittelpunkt stellen zu wollen.

Im Zentrum der neuen Kampagne «Bayern gehört erlebt» stehen deshalb nicht mehr primär Sehenswürdigkeiten oder klassische Ferienangebote. Stattdessen setzt Bayern auf Musik, Tanz, Gemeinschaft, Kultur und das Gefühl von echten Begegnungen. Die Botschaft dahinter: Menschen reisen heute nicht mehr nur für Orte — sondern für Emotionen.

Besonders spannend war dabei der musikalische Auftritt von Enzian, bekannt aus The Voice of Germany. Der Musiker verkörpert genau jene neue, selbstbewusste Bayern-Generation, die Tradition modern interpretiert, ohne geschniegelt oder folkloristisch wirken zu wollen.
«Seine Musik polarisiert bewusst — und genau darin liegt ihre Stärke.»
Genau das macht sie interessant. Statt austauschbarer Heimatromantik transportiert Enzian ein neues Bayern-Bild: jung, authentisch, direkt und emotional greifbar. Seine Liedtexte spielen mit Identität, Herkunft, Freiheit und gesellschaftlichen Spannungen — manchmal rau, manchmal humorvoll, aber immer mit Haltung.

Und genau diese Haltung passt überraschend präzise zur neuen Kampagne.
Denn Bayern Tourismus Marketing versucht aktuell den Spagat zwischen Tradition und Moderne neu zu definieren. Weg vom Klischee der reinen Lederhosen-Idylle, hin zu einer kulturell erlebbaren Ganzjahresdestination mit Charakter. Musik wird dabei nicht als Unterhaltung verstanden, sondern als emotionaler Zugang zu einer Region.

Das während des Abends präsentierte Kampagnenvideo unterstrich diesen Ansatz mit rhythmischen Bildern, emotionalen Szenen und viel Bewegung. Bayern wirkt darin weniger geschniegelt und touristisch inszeniert — sondern lebendig, nahbar und fast festivalartig.

Gleichzeitig wurde die Bedeutung des Schweizer Marktes hervorgehoben. Mit rund 1,6 Millionen Übernachtungen zählt die Schweiz weiterhin zu den wichtigsten Auslandsmärkten für Bayern. Die Nähe, Erreichbarkeit und kulturelle Verbindung machen Bayern besonders attraktiv für Schweizer Gäste.

Was an diesem Abend in Zürich deutlich wurde: Bayern möchte sich künftig nicht mehr nur über Landschaft definieren.
Sondern über Atmosphäre.
Über Klang.
Über Emotion.
Und über das Gefühl, Teil eines Moments zu sein.

Alle Bilder Copyright: Antje-Katrin Schaniel
(HINWEIS: Bei Missachtung der Copyrights; nicht vertraglicher abgemachter Veröffentlichung und/oder Veränderung der Bilder wird eine pauschale Konventionalstrafe von Fr. 50’000 in Rechnung gestellt.)
